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Gekkoukan Arcana 2024/09

Autorenbild: Yuurei
Yuurei
20. Sept. 2024
4 Min. Lesezeit

Hello, it's me

Der September hat begonnen und damit nimmt auch das zweite Trimester an der Gekkoukan seinen Lauf. Es ist doch immer wieder etwas Besonderes, nach den langen Sommerferien in den Schulalltag zurückzukehren—ein Sprung ins eiskalte Wasser der Realität, sozusagen. Wenn ihr es den letzten Monat über nicht ins Meer geschafft haben solltet, dann ist es jetzt eindeutig zu spät, um sich zu erfrischen, wo der Unterricht begonnen hat als wäre nie etwas anderes gewesen und nächsten Monat bereits die dritten Examen anstehen. Na, fühlt ihr euch schon bereit? Wenn die Antwort darauf »nein« lautet, dann feel free die Study Tips im Julibeitrag noch einmal zu checken, um dieses Mal vorbereitet zu sein.

In der Zwischenzeit warten hier die News der ersten zwei Schulwochen auf euch, inklusive eines Berichts über das nächste große Event, das nach dem Shrine Festival ansteht: Das alljährliche Culture Festival an der Gekkoukan! Und am Ende des Tages ist der größte und ausschlaggebende Unterschied, dass ihr dieses Mal gefragt seid (also deutlich mehr tun müsst, als euch nur in Schale zu werfen und eure Anwesenheit zu garantieren)—alles, was es beim big CF geben wird, geht auf eure Kappe; jedes einzelne Bestandteil wird von den Schüler*innen selbst beigetragen. Wenn das keine Chance ist, seinen Individualismus auszuleben, dann weiß ich ja auch nicht.


It was the best of times, it was the worst of times

Die ersten vierzehn Tage haben uns alle hart erwischt, aber ich denke, es ist fair zu behaupten, dass das nicht nur in der Schülerschaft ein unumstrittener Fakt ist. F****-sensei hat in den letzten zwei Wochen exakt null Mal gelächelt, und das, obwohl aus Erfahrungsberichten hervorgeht, dass seine Lieblingsthemen der Mathematik ausschließlich im Herbst anstehen. Zufall? Vermutlich nicht—die unterirdischen Ergebnisse der letzten Examen hängen ihm wohl immer noch nach (und angesichts der Tatsache, dass er seine Klausuren nie verändert, müssen sich seine Schüler*innen da wohl an die eigene Nasen fassen).

Und obwohl erst seit zwei Wochen wieder Schule ist, gab es in T******-senseis Unterricht schon insgesamt fünf Mal Kuchen—was da los, Leute? Ich glaube nicht, dass es euch etwas hilft, euch gegenseitig zu mästen, zumal es das Strafgebäck ja immer nur in der Pause gibt, was euch da auch nochmal fünf Minuten wohlverdiente Erholung kostet. Wenn das also ein perfider Plan ist, um die Schulstunde aufzuwerten, dann ist es ein Fail auf ganzer Linie. Und wenn nicht? Dann versucht halt mal wach zu bleiben.


You may try to fix him

Erinnert ihr euch noch an das spektakuläre Geständnis auf dem diesjährigen Schreinfestival? Dann mache ich euch doch eine Freude und verkünde, dass es doch noch etwas geworden ist—sie haben wohl später geredet und festgestellt, dass einer Beziehung nichts im Wege steht. Damit gibt es ein neues Couple an der Gekkoukan, und wir können uns im Folgenden darauf freuen herauszufinden, zu welcher Sorte K****-san und Y****-kun, ab jetzt gedubbt als An Offer from a Gentleman, gehören werden. In der Zwischenzeit können wir die bereits bestehenden Pärchen noch einmal abchecken—und heftigst cringen, im ein oder anderen Fall.

The Perks of being a Wallflower—immer noch awkward, immer noch wholesome, und unerwarteterweise tatsächlich mit einem Update: Scheinbar planen sie nächstes Jahr zusammen den Literaturclub zu verlassen, um sich auf eine gemeinsame Kurzgeschichtensammlung zu konzentrieren. Innerhalb der Sommerferien haben sie bereits einen Schreibwettbewerb auf Präfekturebene gewonnen… Sie haben Talent, unsere Kleinen.

Romeo und Juliet—immer noch peinlich wie eh und je. Die Topfavoriten, bei denen jeder hofft, dass es bald vorbei ist, und trotzdem kommt einfach kein positives (Trennungs-)Update. Ich muss euch auch dieses Mal wieder enttäuschen—die Liebesbeteuerungen auf der Haupttreppe finden so schnell kein Ende. Gestern erst gab’s wieder eine, und glaubt mir, falls ihr das Glück hattet, das zu verpassen, versucht auf keinen Fall, auf YouTube danach zu suchen. Denn aus vertrauter Quelle ist bekannt—irgendein Kek hat’s gefilmt und hochgeladen. Wir hassen und lieben ihn gleichermaßen für seine Dienste zu Gunsten der Konservierung solcher erbärmlichen Momente der Menschheit.

Twilight—ich stehe zu meinem Wort: Manche Menschen brauchen keine Beziehung, sondern Therapie. Und diese beiden sind das beste Beispiel, das man sich vorstellen kann, kryptische Songlyrics, verwackelte Selfies und ganz viel Hintenrum-Kommentieren inklusive. Man könnte meinen, ihre Lovestory spielt sich ausschließlich auf Social Media ab, und dann würde man auch goldrichtig liegen. Rumor has it, dass sie schon seit über einem Monat nicht mehr zusammen in der Öffentlichkeit gesehen wurden. Aber Hauptsache, der Couplepost ist ästhetisch geworden.


We are making it out of the classroom with this one

Kommen wir also nochmal aufs Thema des Monats zurück: Das Culture Festival—das Phänomen. Jedes Jahr ist es wieder eine Freude zu sehen, was die Schüler*innen organisiert haben, welche Klassen sich so richtig ins Zeug gelegt haben, und wem die zündende Idee erst in letzter Sekunde (oder gar nicht) gekommen ist. Wobei wir das mit dem Zünden nochmal überdenken sollten, denn laut Schulleitung ist jegliche Pyrotechnik dieses Jahr untersagt. Warum da dieses Mal so streng vorgegangen wird? Sagen wir mal so, die Bühnenschau letztes Jahr ist wohl nicht so gut ausgegangen—auch wenn die genauen Gegebenheiten umstritten und somit im unaufhaltsamen Sog der Gerüchte verloren gegangen sind.

Myteriös, findet ihr nicht?

Vermutlich eher nicht, aber das wäre schon einmal ein Grund, sich gegen ein Theaterstück zu entscheiden. Von Textsicherheit mal ganz abgesehen, ist es eine safe choice, und damit mindestens genauso langweilig wie ein Café zu veranstalten. Nicht ganz so unkreativ (weil ich mir sicher bin, dass das Drehbuch wild sein würde), aber auch kein bisschen was Neues. Um die obligatorische Dreifaltigkeit zu vervollständigen, fehlt dann nur noch ein Geisterhaus; eine weitere Gelegenheit, wo sich Nebelmaschinen gut machen würden (wenn sie nicht ebenfalls verboten wären)—angesichts der Sache mit dem Thanatos Syndrome wäre eine solche Attraktion allerdings ein bisschen geschmacklos.

Es ist absehbar, dass sich all das dennoch auf dem Culture Festival finden wird—Theaterstücke voller Gestammel und mit fehlenden Effekten, Cafés, in denen unmotivierte Schüler*innen Fertigessen aus der Mikrowelle servieren, Spukhäuser, wo die Dunkelheit das einzige potentiell furchteinflößende Element darstellt—und wir freuen uns auch allesamt darauf, egal wie klischeehaft es ist.


xoxo

Wenn ihr euch schon darauf freut, den Abschlussbericht des Culture Festivals zu lesen, in dem sich jegliches Meme-Material finden wird, dann verpasst den nächsten Beitrag nicht, denn wie immer gilt: Lust auf mehr? Am 20. Oktober um 23 Uhr ist es soweit. Don’t miss it!

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