Gekkoukan Arcana 2024/08
- Yuurei

- 20. Aug. 2024
- 6 Min. Lesezeit
It's the best time of the year
Sommer, Sonne, Strand, Schreinfest—das sind die vier großen Wörter mit S, die absolut jedem durch den Kopf gehen, wenn es Zeit für die längsten Ferien des ganzen Schuljahres wird. Auf der anderen Seite wartet die holy trinity of failure: Sommerpaukschule, schlechte Noten und Sportcamps. Letztere sind an dieser Stelle ein Thema, weil sie sich in den allermeisten Fällen als reine Zeitverschwendung entpuppen—entweder eure Clubaktivität tut euch den Gefallen und ist so langweilig, dass sich ein Trainingscamp damit nicht füllen lässt, oder es ist verbunden mit Drama, ganz viel Drama, unter dem der eigentliche Sinn und Zweck leidet. Schon einmal gehört, dass in einem Trainingscamp wirklich Fortschritte bezüglich der eigentlichen Aktivität erbracht worden sind? Nein? Keine Überraschung.
Selbstverständlich bringt euch Gekkoukan Arcana auch diesen Monat wieder eine Zusammenfassung all der Themen, die die letzten Wochen über relevant waren, pünktlich zum Start ins zweite Trimester. Nur noch knapp zwei Wochen, dann heißt es wieder um halb neun antreten (oder früher als das, wenn man das Pech hat, Morgentraining im Club zu haben) und sich durch die Schulstunden quälen. Bis dahin allerdings liefere ich euch Unterhaltung pur—angefangen mit einem besonders frischen Event, das uns allen noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird.
Glam it up
Vergangenes Wochenende, oder noch genauer vor zwei Tagen, hat das jährliche Schreinfestival am Naganaki Shrine stattgefunden. Und wie üblich konnte sich das Veranstaltungsgelände nicht vor den Schüler*innen der Gekkoukan retten—ob nun Pärchen auf einem Date, Freundesgruppen oder auch die ein oder anderen zusammen mit ihrer ganzen Familie, es ist einfach Tradition, dort vorbeizukommen. Besonders, wenn man an der Highschool ist und seine Checkliste abzuarbeiten hat, auf der das Feuerwerk definitiv nicht fehlen darf. Dennoch gab es einige Momente an diesem Abend, die weniger wholesome waren, weniger insta-worthy, und genau genommen ziemlich cringe. Let’s get started!
Fashion—fangen wir beim offensichtlich Sichtbaren an und diskutieren, wer sich für sein Erscheinungsbild ins Zeug gelegt hat… und wer am besten Zuhause geblieben wäre. Die Mädchengruppe aus dem zweiten Jahr in ihren farblich aufeinander abgestimmten Yukatas? Main character energy und mindestens plus eintausend Aura. A***** Y*****, erstes Jahr, Klasse A, deren Obi verdächtig nach Paketband ausgesehen hat? Minus fünfhundert Aura. Aber ganz ehrlich, es bleiben ja noch zwei Jahre, um das wieder auszugleichen. All die Jungen, die in ihren Alltagsklamotten gekommen sind, weil es bequemer war? Eigentlich ein vibe, solange sie dann nicht erwartet haben, dass die Mädchen sich für sie aufbrezeln. Sollte das der Fall gewesen sein, minus unendlich Aura, ohne Chance das wiedergutzumachen.
Fails—machen wir mal direkt weiter mit den weniger gelungen Dingen des Abends. Vermutlich war es unmöglich, das zu verpassen, aber ja, Y**** R** hat die Chance genutzt, um K**** W***** ein Geständnis zu machen, mitten auf dem Fest, mitten auf dem Weg, mitten in der kurzen Pause, die eine technische Störung der Lautsprecher auf dem Gelände verursacht hat. Es kann also angenommen werden, dass ihre Unterhaltung von allen Anwesenden sichtbar und hörbar war—was in diesem Fall leider nicht sonderlich glücklich geendet ist. Ihre Antwort? »Wir reden später.« Ouch, das hat jetzt beim Tippen immer noch wehgetan. Aber keine Sorge, Y****-kun, das wird schon wieder—und mal ganz ehrlich, der Moment des Geständnisses war perfekt. Plus zweihundert Aura.
Fireworks—wie immer war die Feuerwerkshow am Naganaki Shrine ein Meisterwerk, 10/10, und das können alle Anwesenden sowie die glücklichen Anwohner auch zweifelsfrei so bestätigen. Eventuell war es sogar die beste der letzten zehn Jahre—da gehen die Meinungen allerdings ein bisschen auseinander. Damit war das Fest dann auch schon zu Ende, eine peinliche Confession, etliche Mückenstiche und viel zu viele Aurapunkte später. Es war definitiv ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte (und wenn doch, dann nutzt eure Chance kommendes Jahr).
It is what it is
Die erste Woche der Sommerferien ging es für etwa die Hälfte der Schülerschaft weiterhin zur Schule, weil sie Mitglieder bei den Sportclubs sind. Für die einen ein vibe, für die anderen Pech, aber Unterhaltung pur für diejenigen, die stattdessen ihre freie Zeit genießen können, ohne körperliche Betätigung bei gefühlt vierzig Grad im Schatten und ganz besonders ohne die Verpflichtung, sich bei irgendwelchen Meisterschaften zu beweisen. Die Jungen haben es dieses Mal auf jeden Fall wieder hoch hinaus geschafft—aber wer aufsteigt, kann auch ziemlich tief fallen.
Der Basketballclub gibt da einfach mal getrost nichts drauf, denn sie haben sich bereits wieder qualifiziert, dieses Jahr auf Landesebene anzutreten—das siebte Jahr in Folge. Es wird gemunkelt, dass ihr neuer Starspieler aus dem ersten Jahr daran nicht ganz unbeteiligt war… Und damit beweist uns N*****-kun ein weiteres Mal, dass er eindeutig mehr vorzuweisen hat, als nur seine Familienverhältnisse (wobei die Ressourcen, die ihm damit zur Verfügung stehen, wohl beachtlich sein müssen). Wir bleiben gespannt, was die ausstehende Meisterschaft angeht, und ob die Gekkoukan sich letztendlich den Sieg sichern wird.
Ganz im Gegen teil dazu ist im Kendoclub so rein gar nichts passiert, und das trotz des Chaospotentials, das Schwerter von Natur aus mit sich bringen. Übungskämpfe, bei denen der Schweiß selbst schwitzt? Angespannte Haltung, die die nächste Bewegung verschleiert? Präzise Schläge, die das Gegenüber aus dem Gleichgewicht bringen? Alles Fehlanzeige, wenn es um das Team der Gekkoukan geht—ich glaube, das letzte Mal, dass die was zu melden hatten, war bei der Meisterschaft 2009. Sterbenslangweilig, sag ich nur.
Why are you running
Ganz anders war da die Stimmung bei den Mädchensportclubs, die ihre Trainingscamps in den Sommerferien ebenfalls nicht sein lassen konnten—mit der netten Addition, dass sie allesamt dafür weggefahren sind, so nach dem Motto „die Schulsporthalle ist nicht groß genug für uns beide“ (beziehungsweise eher „alle“, weil sich tatsächlich von allen fünf Sportclubs sieben für ein Trainingscamp entschieden haben). Somit hatten sowohl der Tennisclub als auch der Gymnastikclub die Ehre, für eine Woche Iwatodai zu verlassen, um zu neuen Höhen aufzubrechen—und eventuell auch ganz tief zu fallen.
Der Gymnastikclub war zu Beginn des Schuljahres der Geheimtipp, nicht nur aufgrund von A****-senseis genialer Führung, sondern auch aufgrund ihrer Spitzenkandidatin, intern zumeist »Diva« genannt. Aber dann kam die Schreckensnachricht für diejenigen, die nichts mit Sport am Hut haben, aber aus irgendeinem Grund dennoch verfolgen, womit die anderen Schüler*innen da ihre Freizeit verschwenden: Die Meisterschaft auf Präfekturebene hat das Team der Gekkoukan haushoch in den Sand gesetzt. Bisweilen gab es dazu keine offiziellen Aussagen, aber man kann sich ziemlich sicher sein, dass das anders aussehen wird, sobald das zweite Trimester beginnt—wobei gemunkelt wird, dass unsere Diva kalte Füße bekommen hat.
Um dann auf das zu Beginn erwähnte Drama zurückzukommen… Der Tennisclub hat sich da auch dieses Jahr wieder keine reine Weste gehalten. Was ist auch zu erwarten, wenn man eine Gruppe Schülerinnen mitten ins Nirgendwo nach Inaba schickt, um dort zu trainieren? Richtig, jede Menge Zickenkrieg. Schläger wurden mitten im Spiel zu Boden geworfen, es wurde theatralisch davon gestürmt und alle Unbeteiligten fragen sich nun, warum das alles? Warum wegrennen, wenn eine Konfrontation doch sogar gegeben ist? Warum nicht einfach härter zuschlagen (don’t take this out of context, people)? Das Trainingscamp war zumindest ein kompletter Reinfall.
Oh please
»Wie ist das überhaupt zulässig?«
»Warum machst du das?«
»Müsste das nicht eigentlich runtergenommen werden?«
»Wer bist du, Yuurei?«
Ganz ehrlich, ich wollte das ignorieren, was ihr da in den Kommentaren schreibt, komplett und ohne Ausnahme. Aber es nimmt Ausmaße an, die ich nicht einfach von mir schieben will, zumindest nicht mehr. Denkt mal darüber nach… Wenn ihr eh da seid und lest, warum dann nicht einfach nach dem Content fragen? Warum müsst ihr euch so auf mich und meine Identität versteifen?
Niemand hält mich auf, also mache ich weiter.
Weil es nur recht so ist.
Und solange nichts Offizielles durchkommt, höre ich auch nicht auf.
Manche von euch sind nur hier, weil sie erfahren wollen, was sie ansonsten verpassen. Manche von euch fürchten sich davor, dass ihre Namen als nächstes fallen. Andere sehen es als Spaß, und wieder andere haben verstanden, wie ernst es mir ist.
Ich will niemanden bloßstellen. Aber es gibt Dinge, die sollten bekannt sein, die sollte man herausfinden können, wenn man nur danach sucht. Beziehungsdramen, die alle anderen Schüler beeinträchtigen, besonders schwierige Lehrkräfte, für deren Unterricht es Überlebenstipps braucht, wichtige Events, bei denen man sich nicht zweiteilen kann, auch wenn an allen Ecken und Enden etwas Interessantes passiert. Und die Mysterien nehmen nicht ab, wenn es um die Gekkoukan Highschool geht, sind fest mit den Geschehnissen in Iwatodai verbunden.
Solange das der Fall ist, werde ich weiter schreiben.
Ihr könnt euch meinetwegen an meiner Identität die Zähne ausbeißen.
Am Ende lest ihr ohnehin nächsten Monat wieder mit.
Und bezüglich Sayu-chan? Sie weiß ganz genau, dass sie gemeint war, also hört auf, euch Gedanken darum zu machen. Wenn ihr es nicht versteht, dann war die Nachricht eben einfach nicht für euch bestimmt.
xoxo
Damit sind wir am Ende des Augustbeitrags erreicht. Lust auf mehr? Nächstes Mal lesen wir uns am 20. September um 23 Uhr. Und vertraut mir, Yuurei wird immer da sein. Don’t miss it!