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Gekkoukan Arcana 2024/04

  • Autorenbild: Yuurei
    Yuurei
  • 20. Apr. 2024
  • 7 Min. Lesezeit

Welcome to Gekkoukan Arcana

Gekkoukan Highschool, eine angesehene private Highschool auf Tatsumi Port Island, in Obhut der Kirijo Group und die Schule, auf die jeder geht, der etwas auf sich hält (oder wahlweise auch die Schule, auf die man geschickt wird, wenn die Eltern etwas auf sich halten). Mit Topraten, was die Zulassung auf die Spitzen-Unis Japans angeht, kann man sich glücklich schätzen, wenn man das Privileg hatte, als Grundschüler bereits an der Gekkoukan angenommen zu werden, sodass man eigentlich problemlos bis zum Abschluss versetzt wird. Ein Hoch auf alle Nepo-Babys, die gesponsert von Mommy und Daddy einsteigen—und selbstverständlich auf die Streber, die es tatsächlich aufgrund ihrer Noten schaffen (auch wenn sie am unteren Ende der Nahrungskette angesiedelt sind)!

Eine Highschool mit einem solchen Ruf ist daran gewohnt, dass alle Augen auf sie gerichtet sind—ob nun im positiven oder im negativen Sinne. Habe ich schon erwähnt, dass die Gekkoukan keineswegs eine reine Weste hat, was Skandale, Geheimnisse und Mysterien angeht? Nein? Na dann habt ihr hier eure Goldmiene entdeckt, was eine Sammlung ebendieser schmutzigen Stories angeht.

Gekkoukan Arcana, nur ein einzelner Blog im world wide web, in Obhut meiner Wenigkeit und voller Informationen, die ihr gewiss nirgendwo anders finden werdet. Wenn euer Interesse geweckt ist (glaubt nicht, dass ich nicht weiß, dass ihr alle sensationsgeil seid), dann lest weiter!


The illusion of free choice

Der Frühling ist Kirschblütenzeit, Kirschblütensnacks und -getränke, Kirschblüten überall, und natürlich auch Schulanfang. Und was ist noch besser, als nach den viel zu kurzen Ferien in den muffigen Klassenraum zurückkehren zu müssen, um sich ein weiteres Jahr das übelst langweilige Gelaber irgendeines Möchtgern-Lehrers (Grüße gehen raus an E******-sensei) anzuhören? Genau, es ist die Zeit der Clubwahl gekommen!

Beginnen wir also damit, unsere Optionen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, inklusive der Dinge, die einem eben nicht gesagt werden, wenn man die jeweiligen Flyer in die Hand gedrückt kriegt—immerhin suchen sie ja nach neuen Mitgliedern und wollen diese nicht direkt mit ihrem Backlog vertreiben. Schreibt mir gerne in die Kommentare, was davon euch am meisten überrascht hat—und ob ihr eher der Typ für die Sport- oder die Kulturclubs seid (Spoiler: both is good).

Volleyballclub—trust me, ladies, ihr wollt es gar nicht wissen. Und trotzdem werde ich euch davon erzählen… Die Betreuung des Volleyballclubs ist dieses Jahr nach fünf langen Jahren von M***-sensei an H******-sensei gegangen. Warum? Weil er weniger an der Leistung seiner Spielerinnen interessiert war, als an ihrer Oberweite, darum. Good riddance, würde ich sagen (wobei zu bezweifeln ist, ob die neue Betreuerin besser sein wird—warum genau ist das nochmal die Lehrerin, die dieses Ekelpaket bekanntlich datet?).

Tennisclub—letztes Jahr wieder knapp an der Meisterschaft vorbei und die Mitgliedsraten sind grottig… Was da los, @M******-sensei? Wie wäre es mal mit spannenderen Trainingseinheiten statt dem obligatorischen Trip nach Inaba, an dem seltsamerweise seit fast zwanzig Jahren immer noch festgehalten wird? Wenn ihr nicht auf verschwendete Ferientage steht, dann solltet ihr euch das nochmal überlegen mit dem Beitritt (wobei, bei nur drei neuen Mitgliedern dieses Jahr ist eine Warnung überflüssig—keep going).

Kyuudoclub—traditionell, ehrenvoll, todlangweilig. Ganz ehrlich, das Geld für die Ausrüstung könnt ihr euch sparen und den Muskelkater in den Armen gleich mit. Es finden auch dieses Jahr wieder genau null Wettbewerbe statt, an denen das Team der Gekkoukan teilnehmen wird, ist also absolut nichts für diejenigen, die am Ende des Tages nach getaner Clubaktivität das Gefühl haben wollen, irgendwas erreicht zu haben.

Gymnastikclub—dieses Jahr der Geheimtipp. Dafür, dass A****-sensei laut ihrem Lebenslauf gar keine Erfahrung mit Sport hat (auch wenn sie anscheinend ziemlich viel davon versteht lol), hat sie den Club die letzten zwei Jahre über ziemlich auf Vordermann gebracht. Mit ihrer Spitzenkandidatin treten sie dieses Jahr das erste Mal bei der Meisterschaft auf Präfekturebene an—und wir haben große Erwartungen!

Kendoclub—kommen wir also zu den Jungen und starten direkt mit ‚Sterbenslangweilig: Die Fortsetzung‘. Der Kendoclub der Gekkoukan nimmt vielleicht regelmäßig an den Meisterschaften teil und kriegt jedes Jahr neue Mitglieder, aber wirklich spannend ist es nicht, den Herrschaften beim Schwerterfuchteln zuzusehen. Tut euch keinen Zwang an (tretet bei, wenn ihr gezwungen werden wollt, die halben Sommerferien in voller Montur in der stickigen Sporthalle zu verbringen)!

Laufclub—look at them gooo! Der einzige Vorteil, den der Laufclub bringt, ist der Unterhaltungsfaktor, wenn man nach Schulschluss zufällig mitbekommt, wie die Mitglieder ihre Runden drehen. Das Schuljahr hat gerade erst angefangen und wir haben schon zwei Fälle verstauchter Knöchel erlebt—vielleicht sollten sie mal einen Lehrer zur Aufsicht auswählen, der auch wirklich was von seinem Fach versteht (throwing shade @T*********-sensei, der vermutlich vor mehr als zehn Jahren das letzte Mal gerannt ist).

Basketballclub—sechs gewonnene Meisterschaften in den letzten sieben Jahren, der letzte Verlust schon vier Jahre her, das ist der Starclub der Gekkoukan. Auch dieses Jahr soll es wieder heiß hergehen, mit über zwanzig neuen Bewerbern, von denen die Hälfte nun ihre Probezeit im Club hat. Spätestens nächsten Monat wissen wir dann, welche glücklichen fünf Schüler es geschafft haben, den Ball im Korb zu versenken.

Schwimmclub—die Liste der Vorfälle im Schwimmclub ist so lang, dass sich damit ganze Bücher füllen ließen. Es hat einen Grund, warum bei den Sportclubs der Gekkoukan die Geschlechtertrennung nach wie vor großgeschrieben wird—und der Schwimmclub ist der Faktor, der das auch weiterhin schön am Leben erhält. Wenn selbst die Mitglieder untereinander nicht die Hände voneinander lassen können, wie soll es denn dann jemals möglich sein, Mädchen- und Jungensportclubs zu mischen (Spoiler: gar nicht lol).

Literaturclub—ach ja, die Kulturclubs, starting off with the worst offender. Die Schüler*innen, die hier beitreten, haben auch allerhöchstens noch zehn Prozent Lebenswillen. Lesen könnt ihr auch Zuhause, sucht euch mal ein Hobby (ganz davon abgesehen, dass allgemein bekannt ist, dass der Literaturclub auch im Hochsommer dafür zuständig ist, Ordnung in der Bibliothek zu halten—kiloweise Bücher schleppen bei 35 Grad im Schatten? ask no more).

Photographieclub—wusstet ihr, dass das Labor eigentlich nie abgeschlossen ist? Und egal wie oft sich hier unerlaubt Pärchen für noch unerlaubtere Aktionen treffen oder Fotos mit sensiblen Inhalten entwendet werden, daran wird sich wohl auch niemals etwas ändern. Petition für ein neues Motto: »Join today and come be disgusting with us!«

Kunstclub—das ist nur für die Leute, die nach stundenlangem Stillsitzen gerne noch länger stillsitzen wollen. Und nein, der Club hat schon vor über zehn Jahren aufgehört, lebendige Modelle einzuladen—nobody’s gonna get naked for you to see (da gab es doch echt einen Schüler, hier anonym bleibend, der nach Aktmalerei gefragt hat—sag mal geht’s noch, Alter?).

Musikclub—das ist für die Leute, die nicht nur stillsitzen, sondern auch mit Tinnitus nach Hause gehen wollen. Habt ihr die Performance auf der Einführungsfeier der neuen Erstklässler mitbekommen? Nein? Dann habt ihr auch echt nichts verpasst (außer permanenten Hörsturz—einige Schüler*innen konnten erst zwei Tage später wieder richtig hören).

Computerclub—we get it, ihr seid Nerds. Keine Flyer, keine Promotion, kein gar nichts. Der Computerclub setzt darauf, dass die Mitglieder, die ihm beitreten, ihn auch von selbst finden. Dabei würde jeder normale Mensch, der den Clubraum betritt, sofort fliehen—ganz ehrlich, guys, Seife existiert. Googelt es mal.


So you have chosen death

Kommen wir vorerst mal auf ein ernsteres Thema zurück… Die Suizidraten in Iwatodai sind landesweit nichts besonderes gewesen, zumindest bis Anfang diesen Jahres, bis ER aufgetaucht ist. Ihr habt bestimmt schon davon gehört—der Tod geht um. Wer sich des nachts aufs Dach verirrt, der mag eine Figur am Rand stehen sehen, nur Zentimeter vom Abgrund entfernt, und sobald man ihr in die Augen sieht… ist es zu spät.

Soweit zumindest die Gerüchte, denn ob da etwas dran ist? Ich kann es euch nicht sagen—es gibt niemanden, der überlebt hat, um zu beschreiben, wen er am Abgrund gesehen hat. Damit kann auch getrost in Frage gestellt werden, ob es IHN überhaupt gibt, denn wenn wirklich jedes seiner Opfer Selbstmord begeht, wer hat dann davon erzählen können?

Mysteriös, oder findet ihr nicht?

Fest steht nur, dass es diesen Monat wieder sechs Vorfälle gab, die mit dem Suicide Syndrome (bisschen lahm der Name lol) in Verbindung gebracht werden, und die Polizei ermittelt eifrig, um herauszufinden, was dieser Serie zugrunde liegt. Erstmals war nun auch eine Schülerin der Gekkoukan betroffen: R.I.P. S**** A****, erstes Jahr, Klasse C. In diesem Sinne—stay safe out there, guys!


New phone, who dis

Eine Frage, die ihr euch beim Lesen mit Sicherheit gestellt habt (oder die Blitzmerker unter euch vielleicht schon, als ihr den Blog angeklickt habt), ist folgende: »Wer ist Yuurei?« Nun, darauf kann ich euch eine recht einfache Antwort geben: Yuurei bin ich, und ich bin Yuurei. Ich bin mitten unter euch, weiß immer als erstes über alles Bescheid und habe mich entschieden, mein Wissen mit euch zu teilen—und das vollkommen ohne Gegenleistung (wobei ein paar Likes und Kommentare, um den Blog zu boosten, schon ganz nice wären).

Mehr werde ich euch jedoch nicht verraten—ihr werdet mich niemals finden, also versucht es gar nicht erst. Ich bin euch immer einen Schritt voraus und solltet ihr meinen Ärger auf euch ziehen… Sagen wir mal so, ich bin nicht verpflichtet, alle Namen zu anonymisieren iykyk. Beispielsweise könnte ich hier namedroppen, wer bei der Einführungsveranstaltung in der ersten Reihe einen hat fahren lassen, sodass der Schulleiter sich mitten in seiner Rede verschluckt hat, um Atem ringen musste und dann damit geendet hat, dass er hofft, dass wir unsere eigene »Duftnote« in unserer Schulzeit an der Gekkoukan hinterlassen. Aber tu ich das, nur weil ich es könnte?

Nein, tu ich nicht. Zumindest solange nicht, wie besagter Schüler nicht versucht, mich zu finden (keine Sorge, ******-kun, wir haben alle mal Blähungen!) und bloßzustellen. Let’s all have fun and play fair!


xoxo

Das ist das Ende des Posts für April. Lust auf mehr? Da werdet ihr euch leider bis Mai gedulden müssen—Yuurei works fast, aber das Leben workt noch faster. Wir lesen uns ab jetzt jeden Monat am 20. um 23 Uhr wieder. Don’t miss it!

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